Das magische Quadrat der Themenwahl

Sag mal: Was machst du eigentlich so in deiner Freizeit? Spielst du Handball, obwohl du keine Bälle fangen kannst? Klimperst du auf dem Klavier rum, obwohl du – wie ich – nicht im Takt klatschen kannst? Wahrscheinlich selten.

Und im Studium? Wählst du Themen, die dich interessieren? Vermitteln dir diese Themen Spaß und setzen Sie bei deinen Fähigkeiten an? Das sollten sie nämlich.

 

Take-aways

Aktive Wahl

Bestimme über deine Unithemen, wann immer es dir möglich ist.

Deine Interessen

Wähle Themen, die zu deinen (privaten, beruflichen und universitären) Interessen passen.

Deine Fähigkeiten

Wähle Themen, bei denen du dich bereits auskennst.

Prüfer und Univorgaben

Bedenke bei der Themenwahl die Interessen und Fähigkeiten deines Prüfers sowie die Univorgaben.

Das magische Quadrat der Themenwahl

Bei der Wahl deiner Unithemen sollten deine Interessen und deine Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen. Daneben musst du dich an Univorgaben orientieren und die Interessen und Fähigkeiten von Dozierenden berücksichtigen. Daraus ergibt sich das magische Quadrat der Themenwahl:
 

Teil 1: Deine Interessen – der oft vergessene Themenaspekt

Ob Arbeit oder Studium – allzu oft sehen Menschen ihre Aufgaben als Pflicht an. Lassen wir die Arbeit mal außen vor. Ein Studium ist freiwillig, keine Pflicht. Und ein Studium darf Spaß machen, es darf dich sogar begeistern.

Das tut es allerdings nur mit interessanten Unithemen. Deshalb:

„Bearbeite Themen, die dich begeistern.“

Immer, jedes Mal. Sofern du kannst. Klar, bei einigen Uniaufgaben werden dir Themen vorgegeben. Ich verstehe nicht ganz, warum das Unis nach dem Grundstudium tun, aber geschenkt. Wenn du kannst, wählst du Themen, die dich zumindest ansatzweise begeistern – die erste Ecke des magischen Quadrats der Themenwahl.

Vielleicht denkst du jetzt: Mich begeistert an meinem Studium gar nichts. Meine erste Antwort hierauf: Dann solltest du überlegen, ob du das richtige Fach studierst. Doch fernab davon: Meistens interessieren uns genügend Dinge, wir fragen uns nur nicht oft genug, welche das sind.

Orientierungsfragen:

  • Bei welchen Unithemen hatte ich bisher am meisten Spaß?
  • Was begeistert mich in meiner Freizeit (Sport, Kunst, Psychologie etc.)?
  • Was begeistert mich in meinem Beruf oder an der Uni?

Private und berufliche Interessen

Diese Fragen bringen zwei weitere Aspekte in die Begeisterung ein. Es gibt nahezu immer die Möglichkeit, Unithemen mit deinen privaten Interessen zu verknüpfen. Das Gleiche gilt für deine beruflichen Begeisterungsfelder. Du arbeitest im Vertrieb und liebst es, zu verkaufen? Dann wähle Verkaufsthemen für dein Studium.

Das Beste an begeisternden Themen ist: Sie erhöhen nicht nur die Motivation, sondern auch deine Leistung. Denn die Themen, für die du dich begeisterst, sind meist auch jene, in denen du schon etwas kannst. Und damit kommen wir zum zweiten Teil des magischen Quadrats der Themenwahl.

Teil 2: deine Kompetenz als Faktor der Themenwahl

Ich liebe Metapläne. Bachelor- und Masterstudiengänge sind modularisiert. Meist führt dies dazu, dass wir jedes Modul als einzelnen Ausschnitt oder als einzelne Aufgabe ansehen. Bedenken wir jedoch die Schnittmengen zwischen einzelnen Modulen, erkennen wir interessante Themen in Bereichen, die uns eigentlich gar nicht interessieren. So schaffen wir Synergien und können besser/schneller arbeiten.

Ein Beispiel:

Mein Germanistikstudium war dreigeteilt: Mittelhochdeutsch, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft.

Für Mittelhochdeutsch hatte ich nicht so viel übrig, mein Steckenpferd war von Beginn an die Sprachwissenschaft. Über zwei kleine Denkschritte bekam ich mich trotzdem motiviert. Ich habe erkannt: Mittelhochdeutsch ist nicht wirklich etwas anderes als Literaturwissenschaft mit älteren Geschichten. Da mir gleichzeitig klar war, dass Sprachwissenschaft im Wesentlichen Literaturwissenschaft ergänzt um alltagssprachliche Texte und Gespräche ist, hatte ich meine Schnittmengen:

  1. Was unterscheidet mittelhochdeutsche von modernen Werken?
  2. Was unterscheidet Literatur von anderen Textsorten?

Ich habe mich dann durchgehend gefragt, wie erfolgreiche Geschichten oder Texte aufgebaut sind. Das war das, was mich auch in der Praxis des Textens interessiert hat.

Als gebürtiger Wormser habe ich mich im Mittelhochdeutschen mit dem Nibelungenlied auseinandergesetzt, das ich ohnehin schon aus meiner Kindheit kannte. Und schon hatte ich eine gewisse Begeisterung und ein Interesse an meinem Thema. In der Folge konnte ich mein Wissen aus dem Mittelhochdeutschen für die Literatur- und Sprachwissenschaft nutzen und kam hier zügiger und besser voran.

Metaplan im Master

Lass mich dieses zügige und bessere Fortschreiten mit einem zweiten Beispiel belegen:

In meinem Master ging es mir ausschließlich um eine Frage: Was macht erfolgreiche Unternehmenstexte aus? Die wissenschaftliche Textsorte habe ich bereits studienbegleitend über Text-Kompass abgedeckt. Mein Metaplan war damit fixiert und ich habe 90 % meiner Prüfungen zu Unternehmenstexten absolviert. Zwei Semester vor meiner Masterarbeit bin ich dann auf die Diskurslinguistik aufmerksam geworden und habe sie zu meiner Disziplin erkoren.

Also habe ich in meiner letzten Hausarbeit die Unternehmenskommunikation von RWE diskurslinguistisch untersucht.

In meiner Masterarbeit habe ich hierzu eine Methodenkombination entwickelt und die Kommunikation eines Versicherers betrachtet. Dass ich in der Masterarbeit die Grundlagen der diskurslinguistischen Analyse von Unternehmenskommunikaten nicht mehr neu erfinden musste, ist klar. Außerdem wusste ich von der Note meiner Hausarbeit, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das macht die Masterarbeit ein gutes Stück entspannter.

Ich habe im Master folglich an meinen Interessen und Kompetenzen angesetzt und diese erweitert.

Verknüpfung Praxis- und Theoriewissen

Wenn du berufsbegleitend studierst, fällt dir dies vermutlich noch leichter. Sobald du nämlich dein Praxiswissen mit deinem theoretischen Wissen verknüpfst, argumentierst du auf einem sehr viel besseren Niveau. Es ist deshalb durchaus sinnvoll, Uniaufgaben mit beruflichen Aufgaben oder gar Problemen aus dem eigenen Unternehmen zu verknüpfen.

Durch Metapläne arbeiten wir zusammenfassend nicht nur schneller. Wir arbeiten auch besser. Der Grund hierfür ist recht simpel. Beginnen wir bei einem uns interessierenden Thema, zu dem wir bereits etwas erarbeitet haben, ist bereits Wissen vorhanden. Wir denken also direkt auf einer spezifischeren Ebene, können Beispiele und Argumentationen bilden. Wählen wir hingegen Themen, zu denen wir noch nie etwas erarbeitet haben, beginnen wir bei Null.

In einer wissenschaftlichen Arbeit bedeutet diese Null, dass wir die definitorischen Grundlagen für unsere Thesis bis zu einem gewissen Punkt wegwerfen können, da sie weit hinter dem Forschungsstand liegen. Das ist mir nicht erst einmal untergekommen. Das Zusatzproblem: Die Schreiber brauchen viel Zeit, um diese wenig nützlichen Definitionen zu erarbeiten. Das ist das absolute Gegenteil von effizientem und effektivem Arbeiten.

Klar, du kannst dich auch durch ein doofes Thema durchbeißen und dir danach wie King Kong auf die Brust hauen. Du kannst aber auch motiviert und zügig zu einem guten Ergebnis kommen – mit einem Thema, bei dem du dich auskennst und das dich interessiert.

Orientierungsfragen:

  • Bei welchen Unithemen habe ich bisher die besten Ergebnisse erzielt?
  • In welchen (beruflichen) Bereichen bin ich Experte/Expertin?

Deine Interessen, deine Fähigkeiten, deine Unithemen

Zusammengefasst sollten deine Unithemen deinen Interessen und deinen Fähigkeiten entsprechen. So macht das Studium am meisten Spaß. Wähle deine Themen deshalb bewusst, wann immer du die Wahl hast.

Wenn du keine Wahl hast, solltest du das vorgegebene Thema so spezifizieren, dass es bestmöglich zu deinen Interessen und deinen Fähigkeiten passt. Es gibt immer Schnittmengen zwischen Themen und dir.

Pick dir die Themenrosinen raus 😊

Teil 3: die Univorgaben

Da es diese Schnittmengen immer gibt, ist es halb so wild, dass du dich bei der Themenwahl an die Modulbeschreibungen deiner Uni halten musst. Studiere diese vor der Themenwahl, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Teil 4: die Interessen und Fähigkeiten des Dozierenden

Neben dir und den Univorgaben gibt es im Textsortenmodell des wissenschaftlichen Arbeitens noch eine andere Personengruppe: die Prüfenden. Ich halte mich hier kurz: Deine Unithemen sollten auch zu den Interessen und Fähigkeiten der Dozierenden passen. Sobald ein Prüfer Interesse für dein Thema hat, ist er in der Betreuung deiner Uniaufgabe regelgeleitet motivierter. Kombinierst du seine Interessen und Fähigkeiten mit deinen, ist es sogar gut möglich, dass du der Gedankenwelt des Dozierenden einen kleinen Baustein hinzufügst. Auch für Dozierende ist das eine super Sache.

Orientierungsfragen:

  • Wozu arbeitet/forscht mein Prüfer?
  • Was interessiert ihn neben der Uni (das lässt sich in Vorlesungen und Seminaren gut heraushören)?

Zusammenfassung

Du! füllst zwei Ecken des magischen Quadrats der Themenwahl. Wenn du kannst, solltest du immer Themen wählen, die deinen Interessen und deinen Fähigkeiten entsprechen. Das dritte Eck bilden die Interessen und Fähigkeiten deines Prüfers, das vierte die Univorgaben.

Die Individualitätslüge – warum deine Uniaufgaben keine Sonderfälle sind

Etliche Studierende gehen davon aus, dass ihre Uniaufgaben Sonderfälle sind. Die Gründe hierfür sehen sie im Thema, im Forschungsstand oder bei ihren Prüfern. Das sind Fehleinschätzungen und Ausreden, die effizientem und sehr gutem wissenschaftlichen Arbeiten entgegenstehen – die Individualitätslüge. Die Wahrheit ist: Uniaufgaben, ob Haus-, Bachelor-, Masterarbeiten oder mündliche Prüfungen sind vergleichbar und dein Erfolg hängt von dir ab.

Take-aways

Themenwahl

Wähle Themen, die dich begeistern und zu denen du bereits etwas geschrieben bzw. erarbeitet hast.

Prüferwahl

Wähle, sofern du kannst, Prüfer, die klare und transparente Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten stellen.

Literaturzugang

Erkundige dich über Literaturzugänge deiner Universität und überprüfe Datenbanken zu deinem Fachgebiet.

Objektivität

Akzeptiere, dass deine Uniaufgaben keine Sonderfälle sind. Nur du bist für deine Leistung verantwortlich.

Die Individualitätslüge im wissenschaftlichen Arbeiten

„Wegen der Aktualität und Komplexität meines Themas ist es schwierig, eine allgemeingültige Definition für den Begriff x zu liefern.“

„Da es zum Thema X wenig wissenschaftliche Literatur gibt, beschränke ich mich bei meinen Literaturangaben auf Werk x.“

„Aufgrund der Literaturmenge zum Thema x kann hier nur ein Ausschnitt der Literatur betrachtet werden.“

Dies sind Beispiele von Studierenden, die ich oft lese und höre. Als Lektor und Prüfer bekommst du bei solchen Sätzen die Krise – ganz ehrlich. Schlimmer kannst du deine Literaturarbeit nicht diskreditieren.

Denn zu Beispiel 1: Jedes Thema einer wissenschaftlichen Arbeit sollte aktuell und komplex sein und eine Definition ist fast nie allgemeingültig, sie ist  eine Arbeitsdefiniton.

Zu 2.: Es gibt wirklich zu jedem Thema wissenschaftliche Literatur, vielleicht in Nachbardisziplinen, vielleicht unter anderen Oberbegriffen.

Und zu 3.: Selbstverständlich rezipierst du nur einen Teil der Literatur, nämlich jenen, der zu deiner Fragestellung passt.

Individualitätslüge Teil 1: dein Thema

Da sich solche Sätze dennoch in wissenschaftlichen Arbeiten finden, gibt es logischerweise etliche dahingehende Fragen und Aussagen in meinen Schreibcoachings.

„Aber es ist wirklich schwierig, weil das Thema so komplex ist.“

„Zu meinem Thema gibt es so viel Literatur.“

„Wie soll ich Aspekt y denn auf 40 Seiten auch noch berücksichtigen?“

Wie ich mit diesen Fragen umgehe? Nun, mir bleibt erstmal nichts anderes übrig, als darauf zu verweisen, dass wissenschaftliches Arbeiten eben komplex ist. Und dann kann ich erklären, wie mit komplexen Themen umzugehen ist: Durch Einschränkung des Themas und durch Entwicklung eines Roten Fadens.

Aus Motivationssicht hängen diese Fragen übrigens oft mit der Unsicherheit meiner Coachees zusammen. In diesem Fall lasse ich sie aufzählen, was sie denn bisher alles gemacht haben, und sie erkennen, dass sie ein gutes Stück vorangekommen sind. Reflexion ist ein wesentlicher Aspekt für ein erfolgreiches Studium.

Teil 1 der Individualitätslüge aufdeckend:

Dein Thema und der Forschungsstand zu diesem Thema sind ziemlich sicher eher Regel als Ausnahme. Falls nicht, solltest du dir über dein Thema Gedanken machen.

Tipp:

Wähle ein Thema, das deinen Interessen entspricht. So kommst du erst gar nicht in Versuchung, dir die Individualitätslüge selbst aufzubinden.

Individualitätslüge Teil 2: dein Prüfer

„Mein Prüfer hat ganz bestimmte Vorstellungen.“

„Die Notengebung meines Prüfers ist vollkommen willkürlich.“

„Jeder meiner Profs hat unterschiedliche Ansprüche.“

Ja, stimmt, jeder Prüfer ist anders. Deshalb ist es wichtig, Prüfermanagement zu betreiben bspw. Sprechstundentermine professionell vorzubereiten.

Prüfer haben in Teilen auch unterschiedliche Themenvorstellungen und Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten. Diese lassen sich mit Fragen und Recherche allerdings schnell klären. Denn dein Prüfer schreibt selbst zu seinen Lieblingsthemen und rezitiert Literatur, die er für gut empfindet. Klingt logisch, oder? Also wirf auch mal einen Blick in die Literatur deines Prüfers, auch wenn sie nicht zwingend etwas mit deinem Thema zu tun hat.

Und jetzt zur Antilüge: Die Notengebung hängt trotzdem nur zu einem ganz kleinen Teil von der Individualität deines Prüfers ab. Primär hängt sie von dir ab.

In den Worten einer berufsbegleitend Studierenden:

„Stimmt, ich war sehr überrascht als ich die Bewertungsbögen zu einer meiner Seminararbeiten gesehen habe. Die Prüfer standen nicht im Austausch und saßen an unterschiedlichen Orten. Dennoch waren nicht nur die Endnote, sondern auch die Noten auf die unterschiedlichen Bewertungskriterien nahezu identisch.“

Ich kann dem nur beipflichten. Wenn ich eine wissenschaftliche Arbeit vorliegen habe, gebe ich in sehr kurzer Zeit recht solide Prognosen über deren Benotung ab. Ohne die Schreiber und/oder Prüfer zu kennen.

Woran liegt das? Wissenschaftliches Arbeiten folgt ganz klaren Strukturen. Es ist, linguistisch ausgedrückt, eine Textklasse mit sehr festem konzeptionellem Konstrukt. Dies macht die Bewertung von wissenschaftlichen Arbeiten transparent und fair.

Dein Prüfer ist also auch keine Ausrede für deinen fehlenden Arbeitsfortschritt an der Uni oder während der Thesis-Zeit.

  • Weder dein Thema noch der Forschungsstand oder dein Prüfer sind Sonderfälle.

Nutze diese drei Dinge also bitte nicht als Ausrede und vor allem: Formuliere deine Unsicherheit nicht in deinen Arbeiten.

Von schwarzen Schafen

Wie bei allem gibt es auch bezüglich der Individualitätslüge schwarze Schafe. Diese liegen nicht in deinem Thema, aber ggf. doch bei deinen Prüfern. Wie ich in meinem Beitrag zum Schreibcoaching erklärt habe, haben Prüfer oft wenig Zeit für deine Betreuung. Und dann kommt es schon mal vor, dass Verwechslungen entstehen oder ein Gutachten selbst nicht den Kriterien der Wissenschaftlichkeit entspricht. Auch Wissenschaftler sind nicht vor Fehlern gefeit. Da es an den meisten Unis nur sehr schwer ist, ein Gutachten anzuzweifeln bzw. eine verbesserte Note zu erhalten, müssen wir damit wohl in letzter Konsequenz leben.

Präventiv kannst du aber…

  1. so arbeiten, dass gar kein Grund für Kritik besteht (logisch).
  2. Prüfer wählen, mit denen du persönlich klarkommst und von denen du weißt, dass sie fair benoten.

Ich meine mit fair nicht, dass sie Noten verschenken, sondern dass sie transparent sind und ihre Gutachten nachvollzogen werden können.

Tipps gegen die Individualitätslüge

Die beste Alternative zur Individualitätslüge ist natürlich: Suche gar keine Ausreden.

Damit dich die Individualitätslüge nicht belastet, gebe ich dir folgende drei Meta-Tipps:

  1. Bereite jedes Prüfergespräch vor und erstelle im Nachhinein ein Protokoll.
  2. Such dir ein Thesis-Thema, das dich wirklich interessiert. Dann kannst du auch einschätzen, wie tief du in das Thema eingestiegen bist.
  3. Gehe professionell mit der Literatursuche um. Wo findest du Literatur? Welche Synonyme gibt es für deine Suchbegriffe? Kannst du in Nachbardisziplinen Literatur finden?

Berücksichtigst du diese Tipps, ereilt dich die Individualitätslüge nicht. Das Positive: Schreibblockaden und Selbstzweifel werden dadurch sehr viel unwahrscheinlicher.

Wir sind alle individuell

Thema und Prüfer sind zusammengefasst kein Grund für deine Thesis-Schwierigkeiten. Es gibt zu allen Themen Literatur und wissenschaftliches Arbeiten ist prinzipiell transparent. So sind die Ergebnisse von wissenschaftlichen Prüfungen regelgeleitet gut vergleichbar.

Was jedoch individuell bist, bist du. In Bezug auf wissenschaftliches Arbeiten sind deine Neigungen bei der Bearbeitung von Teilaufgaben sehr relevant. Dies wird viel zu selten wahrgenommen. Stattdessen gehen die meisten Personen davon aus, dass vergleichbare Ergebnisse auf vergleichbaren Wegen entstehen. Stattdessen aber ist es für die Effizienz und die Effektivität deines Unilebens von großer Bedeutung, deine eigenen Prozesse zur Lösung verschiedener Problemstellungen zu finden. Daher ist es stark zu hinterfragen, wenn dir ein Prüfer sehr genau vorschreibt, wie deine Herangehensweise auszusehen hat. Denn damit nimmer er dir die Möglichkeit, Probleme auf deine Weise zu lösen. Demotivation, langsames Arbeiten und schlechtere Noten können die Folge hiervon sein.

Damit das nicht passiert, solltest du erkennen, wie du Probleme löst. Beim wissenschaftlichen Schreiben bedeutet das:

Lerne, wie du am schnellsten und am besten schreibst.

Der Weg dorthin verläuft über die Ermittlung deines Schreibtypen. Im nächsten Blogbeitrag werden die verschiedenen Schreibtypen Thema sein. Wenn du deinen Schreibtypen vorab schonmal ermitteln willst, kannst du dies hier tun:

Zusammenfassung

Wissenschaftliches Arbeiten folgt festen Regeln. Diese sind so klar, dass Prüfer bei deinen Texten und Gesprächen für gewöhnlich zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Folgst du den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens konsequent, steht deinem Unierfolg nichts im Wege.